POS-Kosten im Überblick: Welche Ausgaben Händler:innen wirklich erwarten
Die Kosten eines Kassensystems wirken auf den ersten Blick oft überschaubar: eine monatliche Gebühr, vielleicht noch ein Kartenleser – fertig. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell, dass sich die tatsächlichen Ausgaben aus vielen Einzelposten zusammensetzen. Abonnements, Transaktionsgebühren, Hardware, Zusatzfunktionen und versteckte Nebenkosten können den Preis eines Systems deutlich verändern.
Gerade Shopify POS wird häufig als flexible All-in-one-Lösung beworben, besonders für Händler:innen mit Online- und stationärem Verkauf. In diesem Beitrag werfen wir einen transparenten Blick auf die Pläne, Gebühren und versteckten Kosten von Shopify POS, damit du eine fundierte Entscheidung für dein Geschäft treffen kannst.
Shopify POS – Kostenübersicht
Shopify POS ist kein eigenständiges Kassensystem, sondern Teil des Shopify-Ökosystems. Das bedeutet: Die Kosten setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die gemeinsam betrachtet werden müssen. Je nach Geschäftsmodell können diese sehr unterschiedlich ins Gewicht fallen.
a) Shopify-Pläne & POS-Software
Grundsätzlich ist Shopify POS Lite in jedem Shopify-Shop enthalten. Das heißt: Wer bereits einen Shopify-Onlineshop betreibt, kann ohne zusätzliche Softwarekosten Verkäufe im stationären Handel abwickeln. Die monatlichen Kosten richten sich dann nach dem gewählten Shopify-Plan (z. B. Basic oder Advanced).
Für Händler:innen mit höheren Anforderungen gibt es Shopify POS Pro. Dieser kostenpflichtige Zusatz erweitert die Kassenfunktionalität deutlich, zum Beispiel um:
- detaillierte Mitarbeiterrechte und Rollen
- erweiterte Inventarverwaltung über mehrere Standorte
- umfangreichere Reports und Analysen
- optimierte Workflows für Filialbetriebe
- die Möglichkeit den gedruckten Beleg anzupassen
Shopify POS Pro wird pro Standort abgerechnet, was vor allem bei mehreren Filialen ein relevanter Kostenfaktor ist.
b) Transaktionsgebühren
Zusätzlich zur Software fallen bei jeder Zahlung Transaktionsgebühren an. Deren Höhe hängt davon ab:
- welchen Shopify-Plan du nutzt
- ob du Shopify Payments verwendest oder einen externen Zahlungsanbieter
Mit Shopify Payments liegen die Gebühren in der Regel im marktüblichen Bereich. Entscheidest du dich für einen externen Payment-Provider, erhebt Shopify selbst keine zusätzliche Gebühren pro Transaktion im vor Ort Verkauf. Die Abrechnung läuft dann über den externen Zahlungsdienstleister und nicht über Shopify ab. Dies ist vor allem für Märkte interessant, wo Shopify Payments noch nicht verfügbar ist. Auch Kunden mit langjährigen Verträgen und Konditionen entscheiden sich hin und wieder dazu, ein Drittanbieter-Terminal mit Shopify POS zu nutzen.
c) Hardwarekosten
Shopify POS funktioniert nicht ohne passende Hardware. Dazu zählen unter anderem:
- Kartenleser
- Kassenterminals oder Tablets
- Bondrucker, Scanner und Kassenladen
Diese Kosten fallen in der Regel einmalig an, können aber je nach Ausstattung und Anzahl der Kassenplätze stark variieren. Positiv: Shopify POS öffnet nach und nach die Kompatibilität für weitere Drittanbieter-Geräte, sodass Händler:innen nicht zwingend an teure Komplettsets gebunden sind. So ist es seit 2025 möglich, alle HID-Bluetooth Scanner mit Shopify POS zu nutzen.
d) Laufende Zusatzkosten
Neben den offensichtlichen Kosten können weitere Ausgaben entstehen, etwa für:
- kostenpflichtige Apps (z. B. für Loyalty-Programme oder Buchhaltung)
- Inventarmanagement-Lösungen
- zusätzliche Benutzerkonten
- Support- oder Erweiterungsfunktionen
Diese Posten wirken oft klein, summieren sich aber über Monate und Jahre. Die Shopify-POS-Kosten sind transparent aufgebaut, aber stark vom individuellen Setup abhängig. Erst das Zusammenspiel aus Shopify-Plan, POS-Variante, Zahlungsabwicklung und Hardware zeigt, wie hoch die tatsächlichen Kosten im Alltag wirklich sind.
Tipps zur Kostenoptimierung bei Shopify POS
Die Shopify POS Kosten lassen sich gezielt reduzieren, wenn du einige einfache Strategien berücksichtigst. So sparst du nicht nur Geld, sondern sorgst gleichzeitig dafür, dass dein Kassensystem effizient und nachhaltig funktioniert.
a) Den passenden Shopify POS Plan wählen
Nicht jedes Geschäft benötigt Shopify POS Pro. Für kleine Läden oder Einzelunternehmer:innen reicht oft die enthaltene Lite-Version. So sparst du die zusätzlichen monatlichen Gebühren pro Standort. Händler:innen im DACH Raum sollten aber die Pflicht zur Fiskalisierung/TSE beachten. Hier muss zwangsweise der gedruckte Beleg angepasst werden, ein Feature, dass nur im POS Pro Plan zur Verfügung steht.
b) Shopify Payments nutzen
Verwende Shopify Payments, um alle Kartenanbieter in einem Vertrag zu bündeln. So hast du nur eine Abrechnung und kannst mit Diensten wie Pathway dein Buchhaltung komplett automatisieren.
c) Hardware bewusst auswählen
Anstatt teure Komplettsets zu kaufen, ist es immer wichtig, das Setup an die Anforderungen des Stores anzupassen. Nicht jeder Laden benötigt zwangsweise einen teuren Belegdrucker. Hier bietet Shopify bereits von Haus aus den Versand von Belegen per E-Mail oder SMS an. Zudem gibt es verschiedene Kartenterminals, als Budget-Variante und als Highend-Gerät mit integrierter Kudnenanzeige. Plane die Shopify POS Hardware Kosten realistisch ein – besonders, wenn du mehrere Register benötigst.
d) Add-Ons & Apps strategisch einsetzen
Installiere Shopify POS Add-Ons wie Loyalty-Programme oder Reporting-Apps nur wenn sie notwendig sind und in deine gesamte Marketing-Strategie passen. Jeder zusätzliche Service verursacht monatliche Kosten. Eine gezielte Auswahl reduziert langfristige POS Zusatzkosten.
e) Mitarbeiter schulen und Prozesse standardisieren
Eine gute Einarbeitung spart Zeit und verhindert Fehler. So werden POS Kosten durch Schulungen langfristig aufgewogen, da weniger Rückgaben, Fehler oder doppelte Buchungen entstehen.
Fazit
Wer die Shopify POS Kosten optimieren möchte, sollte auf den richtigen Plan, die Integration von Shopify Payments, hardwarefreundliche Lösungen, gezielte Add-Ons und effiziente Schulung setzen. So sparst du nicht nur Geld, sondern stellst sicher, dass dein POS-System wirklich unterstützt, statt zu belasten.
Shopify POS Kosten im Überblick
Die Shopify POS Kosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: der Software (POS Lite oder POS Pro), den Transaktionsgebühren, der POS Hardware, Add-Ons und Schulungen. Wer nur auf die monatliche Abo-Gebühr schaut, übersieht oft versteckte Kosten, die langfristig den Preis deutlich erhöhen können.
Im Vergleich zu anderen Kassensystemen wie Square, Lightspeed oder klassischen POS-Systemen punktet Shopify POS besonders durch die Integration von Offline- und Onlinehandel, flexible Skalierung und die Möglichkeit, POS Kosten effizient zu managen. Händler:innen können Kosten sparen, indem sie den richtigen Plan wählen, Shopify Payments nutzen, Hardware bewusst einkaufen und nur notwendige Add-Ons installieren.
Tipp: Plane deine POS Kosten langfristig, berücksichtige alle Gebühren – von Transaktionen bis zu Hardware – und prüfe, welche Funktionen du wirklich benötigst. So stellst du sicher, dass dein Shopify POS System sowohl kosteneffizient als auch leistungsstark ist.
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